Neues Feature für Power Map - Benutzerdefinierte Regionen

Seitdem ich Kunden professionell das Thema Microsoft Power BI näher bringe, mit ihnen zusammen ihr Reporting mit Power Pivot und Power Query automatisiere und vereinfache, wurde ich bei der Vorstellung von Power Map fast immer mit der selben Frage konfrontiert. „Kann ich mit Power Map auch unsere eigenen Versorgungsgebiete darstellen?“ oder „Ist es mit Power Map möglich, unsere Verkaufsregionen abzubilden?“. Bisher musste meine Antwort immer lauten, „Nein, das ist leider bisher nicht möglich.“. Sie können eigene Karten hochladen oder allgemeingültige Regionen, wie Staat, Bundesland, Stadt oder Postleitzahl, nutzen.

Das ist nun seit einigen Tagen vorbei! Nun gibt es mit Power Map die Möglichkeit benutzerdefinierte Regionen bzw. „Custom Shapes“ zu nutzen.

Voraussetzung für die Nutzung von benutzerdefinierten Regionen ist Office365 Excel ProPlus. Zumindest für den Moment. Nur mit dem Office Abo-Modell erhaltet ihr monatlich Aktualisierungen für alle Excel Power BI Add-Ins, gemäß der Microsoft Strategie „Cloud first“. Jedoch zeigt ein erster Blick in die Excel 2016 Preview, dass dort dieses Feature auch in anderen ProPlus Varianten zur Verfügung stehen wird. Im März hat das Microsoft Power Map Team folgendes Video veröffentlicht und damit einen Vorgeschmack auf die Funktion der benutzerdefinierten Regionen gegeben.

Jetzt aber vorbei mit der ganzen Theorie, kommen wir zur Praxis und probieren die neue Power Map Funktion aus.

Die Handhabung ist denkbar einfach. Ihr benötigt lediglich eine .kml oder .shp Datei, die eure Regionsinformationen beinhalten. Wenn ihr in euren Unternehmen ein Geo-Informationssystem nutzt, könnt ihr meist eure Regionsinformationen in diesen gewünschten Dateiformaten exportieren. Nutzt ihr kein Geo-Informationssystem, ist das auch kein Show-Stopper. Ihr könnt eure Regionen ganz einfach mit Bing Maps abstecken. Natürlich könnt ihr auch Google Maps oder Google Earth nutzen. Persönlich finde ich Bing Maps hierfür übersichtlicher und einfacher zu bedienen.

BingMapsÖffnet mit euren Browser einfach eine neue Bing Maps Instanz. In der oberen linken Ecke des Bildschirms findet ihr eine Schaltfläche „Meine Orte“. Mit einem Klick auf diesen Button öffnet sich der „Meine Orte-Editor“. Hier klickt ihr dann auf den Button „Neue Liste“ um eine neue Regionsliste zu erstellen. Bestätigt eure Titeleingabe mit „Speichern“. Leere RegionIhr befindet euch nun in eurer leeren Region, die ihr mit Gebieten befüllen müsst.

Zoomt auf der Karte in die Nähe eurer Region, die ihr abstecken wollt. Jetzt klickt ihr im "Orte-Editor" auf die Schaltfläche „Einen Bereich auf der Karte markieren“ (4. Symbol von links) und beginnt auf der Karte die Außenpunkte eurer Region zu setzen. In meinem Beispiel teile ich Deutschland in die Regionen Nord und Süd auf. Mit einem Klick auf den weißen Pfeil im "Orte-Editor" beendet ihr die Eingabe der aktuellen Region und ihr werdet aufgefordert eurer Region einen Titel zu geben. Es bietet sich an den Namen zu vergeben, den ihr später auch in eurem Excel Datenmodell verwendet. In meinem Beispiel heißt meine erste Region „Nord“ und die zweite Region „Süd“.

Regionen ExportierenIhr könnt so viele Gebiete abstecken, wie ihr benötigt. Sobald ihr eure Eingaben abgeschlossen habt, könnt ihr eure komplette Region exportieren. Hierfür betätigt ihr die Schaltfläche „Aktionen“ im Orte-Editor. Unter dem Punkt „Exportieren“ findet ihr das Dateiformat KML. Nach einem Klick auf dieses Dateiformat könnt ihr die Datei an einem gewünschten Ort abspeichern.

DatenmodellNun sind die Grundlagen geschaffen und ihr könnt zu Excel wechseln. Für unser Beispiel erstelle ich eine ganz einfache Tabelle, um die abgesteckten Regionen auch in Power Map visualisieren zu können. Zusätzliche bringe ich diese Tabelle in ein Power Pivot Datenmodell.

Sämtliche Daten sind nun vorhanden und ihr könnt Power Map starten. Innerhalb von Power Map wählt ihr für die geographischen Daten die Spalte „Region“ aus eurer Beispieltabelle aus. Power Map GeographieBestimmt diese Daten näher und wählt den Punkt „Benutzerdefinierte Region (.kml, .shp) aus. Danach werdet ihr gefragt, ob ihr benutzerdefinierte Regionen importieren möchtet. Bestätigt das mit „Ja“ und wählt eure Datei aus, die die Bing Maps Regionsinformationen beinhaltet. Ihr könnt jetzt noch euren importierten Datensatz umbenennen. Nachdem ihr diese Abfrage mit „Importieren“ bestätigt habt, findet ihr schon die ersten Diagramme in euren Regionen und ihr könnt nun alle Anpassungen innerhalb von Power Map vornehmen, wie ihr es gewohnt seid.

 

Viel Spaß mit den benutzerdefinierten Regionen und bis zum nächsten Mal.

 

 

Benutzerdefinierte Regionen in Power Map

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